FOSS-Studie zeigt vermehrten Einsatz von Open Source Software

Es ist ja nichts Neues, dass der Einsatz von Open Source Software in der freien Wirtschaft immer beliebter wird. Das Business Consulting Unternehmen Bearing Point wollte diesem Umstand einmal auf den Zahn fühlen und hat eine Studie unter den großen europäischen Automobilherstellern durchgeführt. Das Ergebnis war überraschend.


Open Source Software

Das führende europäische FOSS Management Beratungshaus Bearing Point führte die Studie unter der wissenschaftlichen Begleitung von Herrn Prof. Riehle durch. Dieser ist Leiter des Lehrstuhls für Open Source an der Universität Erlangen-Nürnberg. Befragt wurden über 25 europäische Automobilhersteller aus acht Ländern. Des weiteren fanden sich Tier1-Lieferanten und Softwarehersteller unter den Befragten. Gemessen an ihrem Umsatz machen diese Unternehmen 50 % des Marktes aus. Als Grund für die Verwendung quelloffener und freier Software gaben die Unternehmen Wettbewerbsdifferenzierung, Kostenreudzierung bei der Entwicklung, modulare Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse und die Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern.

“Wir freuen uns, diese BearingPoint-Studie wissenschaftlich begleitet zu haben. In unserer Arbeit finden wir, dass immer noch Aufklärungsbedarf zur Bedeutung von Open-Source-Software herrscht” Prof. Dirk Riehle.

Die Studie zeigt, dass der Anteil von Open Source Software noch höher ist, als erwartet. Allerdings ergab die Studie auch, dass noch Verbesserungspotenzial im Bereich FOSS Management entlang der gesamten Wertschöpfungskette besteht. Die Hersteller setzen bei der Fahrzeugarchitektur schon lange auf Modularität. Austauschbare Module und Fahrzeugteile lassen die Hersteller aber nicht nur bei mechanischen und elektronischen Komponenten profitieren, sondern eben besonders bei Software. Diese ist in den letzten Jahren für Fahrzeuge immer wichtiger geworden.