Das Software-Unternehmen SUSE unterstützt mit 35.000 Euro die erste Open Source-Professur in Europa. Diese ist auf Initiative der OSBF an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg vor zwei Jahren eingerichtet worden.
Mit Prof. Dirk Riehle, der unter anderem die Open Source Research Group von SAP leitete, ist ein Experte von internationaler Reputation engagiert worden. Das Geld des Industriepartners SUSE wird unmittelbar zur Finanzierung einer Doktorandenstelle eingesetzt. Ziel ist es, die Open Source Forschung als technisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Phänomen weiter voranzutreiben. Darüber hinaus geht es um die Frage, wie sich Software-Entwicklungsprozesse durch den Einsatz von Open Source ändern.
Prof. Dirk Riehle sieht in der Professur zwei unterschiedliche Betätigungsfelder: „In der Lehre vermitteln wir den wissenschaftlich abgesicherten aktuellsten Stand in Hinblick auf Geschäftsmodelle, Software-Architektur und Prozesse. Im Bereich der Forschung werden wir selbstverständlich Neuland betreten: Zusammen mit der OSBF wollen wir mit innovativen Entwicklungen bessere Open Source-Software kreieren. Diese soll schließlich privat, von der Öffentlichen Hand und von Unternehmen optimiert eingesetzt werden können, um Kosten zu senken und Performance und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Gerade im Hochlohnland Deutschland entstehen dadurch interessante Perspektiven.“
SUSE sieht die Chancen seines Engagements in der stärkeren Verzahnung von Forschung und Praxis: „In Nürnberg befindet sich das zentrale Entwicklungszentrum für SUSE Linux Enterprise mit über 180 Experten vor Ort," erklärt Holger Dyroff, Vice President Business Development bei SUSE. „Wir sind in einem ständigen produktiven Austausch mit der Universität Erlangen-Nürnberg, der beiden Seiten Vorteile bringt, und dazu geführt hat, dass wir unser Engagement auch in anderen Universitäten verstärkt haben."