Die Mitglieder des Projektteams haben das konkrete Ziel die „praktische Interoperabilität“ zwischen Plattformen zu fördern, um Anwendungsunternehmen, Softwareherstellern (ISV) und System-Integratoren eine möglichst effiziente, reibungslose Nutzung unterschiedlicher Plattformen zu ermöglichen. „Kunden sollen die Interoperabilität erhalten, die sie benötigen.“
In der zweiten Projektphase steht das MicroFormats Konzept im Vordergrund, das es ermöglicht, Inhalten im Web zusätzlich Informationen zu deren Bedeutung (Semantik) geben zu können.
Ziel des Projekts ist es, dem Anwender microformatierte (MF) Daten einschließlich des Kontextes, in dem sie gefunden wurden, einfach verfügbar zu machen. Dies lässt sich anhand des folgenden Beispiels verdeutlichen:
Ein Anwender sucht nach einem bestimmten Produkt und besucht daher eine Reihe von Internetseiten. Im Rahmen dieser Web-Recherche werden auch Seiten aufgerufen, die MF-Daten, wie z.B. Adressen, GEO Lokationen, Termine und Produktbeschreibungen enthalten.
Statt nun z.B. die Adressen zu extrahieren und in einem Adressbuch zu speichern, soll eine bessere Lösung den Kontext, in dem die Adresse und andere MF Informationen gefunden wurden, ebenfalls berücksichtigen. In unserem Beispiel gehört zum Kontext die Seite, welche die MF Daten enthält, der Zeitpunkt der Suche sowie die Tatsache, dass die Seite im Rahmen einer Produktsuche gefunden wurde.
Zusammen mit dem Kontext ermöglichen microformatierte Daten eine ganz neue Klasse von Anwendungsmöglichkeiten wie z.B. die Einbettung von Daten in Aktivitäten oder die Bewertung der Relevanz eines bestimmten Datensatzes – auch bei späteren Recherchen.
Einen ähnlichen Weg wie Microformats beschreitet Microsoft mit dem „Open Data Protocol“ (http://www.odata.org/ ), welches sich zunächst durch die zu Grunde gelegte Technologie unterscheidet. Allerdings ist eine Abbildung von Microformats auf das OData Protokoll vorstellbar. Durch ein einfaches technisches Mapping kann so zum Beispiel auf umfangreiche Unterstützung in Microsoft-Produkten zurückgegriffen werden.
In einem zweiten Projektteil werden die gesammelten Daten daher über einen OData Adapter verfügbar gemacht, was die Verwendung dieser Informationen auch in diesem Ökosystem möglich macht.
Abschluss von Interop 1 im November 2009:
“Der Projektgruppe ist es mit dem ISB erstmals gelungen, das Konzept der Service-orientierten Architektur als Basis für Cloud-Computing zu nutzen. Gleichzeitig schlägt die Plattform die Brücke zwischen der Java- und der .NET-Welt.” - Computerwelt, Nov 2009